Sehr schwaches operatives Ergebnis Q1 2017 erwartet / Semperit setzt Ausblick aus

Wien, 10. April 2017 – Der operative Geschäftsverlauf der Semperit Gruppe wird im ersten Quartal 2017 ergebnisseitig sehr schwach erwartet. Dieser wurde maßgeblich negativ durch die nachteilige Entwicklung der Rohstoffpreise und deren zeitverzögerte sowie nur teilweise Weitergabe an die Kunden beeinflusst. Der Vorstand von Semperit ist heute zur Einschätzung gelangt, dass aus dieser Marktentwicklung auch in den nächsten Monaten eine erhebliche operative Ergebnisbelastung im Vergleich zum Vorjahr zu erwarten ist.

Das bereinigte EBIT (ohne Sondereffekte aus der Joint Venture Transaktion mit der Sri Trang Gruppe) wird daher für das Geschäftsjahr 2017 deutlich unter dem bereinigten EBIT des Jahres 2016 (41 Mio. EUR, nach Abzug des Ergebnisbeitrages der thailändischen SSC / Siam Sempermed Corporation Ltd.) liegen.

Finanzchef Frank Gumbinger: „Wir haben in den letzten Wochen eine vertiefte Analyse der aktuellen Geschäftsentwicklung und der Segmente vorgenommen. Dabei sind wir auf eine Reihe von Baustellen gestoßen, die nunmehr an oberster Stelle der Agenda stehen.“

Im Zuge der aktuellen Überarbeitung der Planung für das Jahr 2017 ist der Vorstand heute zur Schlussfolgerung gelangt, dass das nachhaltig erzielbare Ergebnis des Segmentes Sempermed (Sektor Medizin) im Vergleich zur bisherigen Einschätzung einer kritischen Prüfung unterzogen werden muss. Daraus kann sich ein wesentlicher Wertberichtigungsbedarf im Segment Sempermed ergeben.

Während die Semperit Gruppe auch in Zukunft auf organisches Wachstum setzt, soll die Steigerung der Profitabilität im Mittelpunkt stehen. Dafür sind zunächst eine Reihe von Aufgaben zu erledigen, die Maßnahmen zur Erhöhung der Rentabilität und eine Prüfung der IT-Strategie beinhalten. Dies kann zu erheblichen Einmalbelastungen in den nächsten Quartalen führen.

Durch die angeführten Entwicklungen sieht sich der Vorstand zu einer Veränderung der Einschätzung für das Jahr 2017 veranlasst. Aufgrund der eingeschränkten Visibilität sowie der Mehrzahl der angeführten Themen wird der Ausblick für das Jahr 2017 aufgehoben. Eine Bandbreite kann daher nicht genannt werden.

Semperit wird wie zuletzt am 10. März 2017 kommuniziert unverändert signifikante positive Einmaleffekte aus der Joint Venture Transaktion im ersten Quartal 2017 ergebniswirksam ausweisen. Durch den Zufluss an liquiden Mitteln aus der Joint Venture Transaktion wird die Nettoverschuldung um mehr als EUR 150 Mio. per Ende März 2017 (im Vergleich zu Ende Dezember 2016) verringert und die Eigenkapitalbasis gestärkt. Außerdem kann nach dem Closing der Joint Venture Transaktion der Hauptversammlung auch eine Dividende von 0,70 EUR pro Aktie vorgeschlagen werden.

CFO Frank Gumbinger: „Wir möchten die kommenden Monate dafür nutzen, weitere Potenziale aufzuspüren, um den Konzern nachhaltig profitabel aufzustellen. Sobald nach der Bestandsaufnahme bessere Visibilität besteht, werden wir hierüber informieren“.

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Über Semperit
Die börsennotierte Semperit AG Holding ist eine international ausgerichtete Unternehmensgruppe, die in den Sektoren Medizin und Industrie hochspezialisierte Produkte aus Kautschuk entwickelt, produziert und in über 100 Länder weltweit vertreibt: Untersuchungs- und Operationshandschuhe, Hydraulik- und Industrieschläuche, Fördergurte, Rolltreppen-Handläufe, Bauprofile, Seilbahnringe und Produkte für den Eisenbahnoberbau. Die Zentrale des österreichischen Traditionsunternehmens, das seit 1824 besteht, befindet sich in Wien. Die Semperit Gruppe beschäftigt weltweit rund 7.000 Mitarbeiter, davon rund 3.900 in Asien und mehr als 800 in Österreich (Wien und Produktionsstandort Wimpassing, Niederösterreich). Zur Gruppe gehören weltweit 22 Produktionsstandorte sowie zahlreiche Vertriebsniederlassungen in Europa, Asien, Australien und Amerika. Im Geschäftsjahr 2016 erzielte der Konzern einen Umsatz von 852 Mio. EUR sowie ein EBITDA von 78 Mio. EUR.